5 Wege, zum Umgang mit negativ eingestellten Menschen


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19 Apr
19Apr

Egal, ob sie dir auf der Arbeit oder in deinem persönlichen Umfeld begegnen, die Auswirkungen sind die gleichen: sie laugen aus, deprimieren, machen wütend und sind stressig. Gerade in der momentanen Situation um COVID-19, in der sich die Meldungen in den Medien Überschlagen und die Verschwörungstheoretiker Hochkonjunktur haben, belasten uns Menschen mit einer negativen Einstellung zusätzlich.

Nicht immer ist es möglich ihnen aus dem Weg zu gehen. Doch wir haben die Möglichkeit, ihre Auswirkungen auf uns zu beschränken. Die nachfolgenden 5 Strategien können dir helfen, negativ eingestellten Personen auf eine gesunde Weise zu begegnen: 

1. Die eigenen Grenzen deutlich aufzuzeigen, ist mit der beste Weg gegen negative Menschen

Mache deutlich, dass du erwartest, dass man dir mit Höflichkeit entgegenkommt und deine Wünsche respektiert. Du kannst damit zwar ihre Einstellung nicht ändern, aber du kannst ihnen die Konsequenzen ihres Handelns aufzeigen. 

Beispiel: Ein Freund schickt dir täglich mehrere Nachrichten per WhatsApp mit Links zu den neuesten Theorien warum COVID-19 ausbrechen konnte, wer angeblich davon profitiert und dass der Weltuntergang nahe ist. Du möchtest das nicht. Es macht dich wütend oder verängstigt dich. Bloßes Ignorieren der Nachrichten reicht nicht aus, um die tägliche Flut zu stoppen.

Nun ist es durchaus angebracht, dem Freund das eigene Wollen klar zu sagen: „Ich habe mich bisher immer über Nachrichten aus deinem Leben oder über nette Spruchbildchen von dir gefreut. 

Doch möchte ich keine Links oder Texte von dir erhalten, die sich, in welcher Form auch immer, auf COVID-19 oder seine Auswirkungen beziehen.

 Ich bitte dich, dies zu respektieren. Ansonsten bliebe mir zum Eigenschutz keine andere Möglichkeit, als dich zu blockieren.


2. Schone deine Kräfte – lass dich nicht von deinen Emotionen leiten Es gibt Zeitgenossen, die regelrecht auf Streitgespräche aus sind und keinen Millimeter von ihrer Meinung abweichen. Im Laufe des Gespräches versuchst mit unzähligen guten Argumenten, deinen Standpunkt zu vertreten und den anderen dazu zu bewegen, eine andere Sicht auf das Thema einzunehmen. 

Du ereiferst dich, wirst emotional – doch dein Gegenüber beharrt stur darauf, dass nur er recht hat. Am Ende eines solchen „Gespräches“ sitzt du dann da völlig ausgelaugt und erschöpft da ohne auch nur im Ansatz etwas konstruktives erreicht zu haben. Wenn du dich in einer solchen Situation wiederfindest, hilft es häufig, wenn du dir kurz eine Auszeit nimmst und innerlich runterfährst.

Überlege dir, ob es den Kampf wert ist und welchen Preis du dafür bezahlst. Wenn es dir im Beisein des anderen nicht gelingt, dann verlasse unter einem Vorwand kurz den Raum und atme dreimal tief durch.

3. Verzeihe!

Wenn du an deinem Ärger über die negative Person fest hälst, schadest du dir selbst am meisten.

Es gibt ein Sprichwort, das dies ganz treffend beschreibt: 'An Ärger festzuhalten ist wie Gift zu trinken und erwarten, dass der andere dadurch stirbt.' (die einen schreiben es Buddha zu, die andere Konfuzius) Es zeugt von höherer emotionaler Intelligenz, wenn du der negativen Person verzeihst, dir ihr Verhalten für die Zukunft aber merkst und dich daran erinnerst, was ihr Verhalten über ihre Persönlichkeit aussagt. 

4. Lade nicht zum Jammern ein!

Das Leben ist nicht perfekt und niemand kann die ganze Zeit fröhlich sein. Wir alle haben das Recht, gelegentlich über unsere Probleme zu stöhnen. Jedoch scheinen es einige Leute zu geniessen, sich permanent zu beschweren und dabei die Stimmung in ihrer Umgebung auf Null zu senken. Wenn du dich mit diesen negativen Menschen umgibst, ihnen Raum für ihr Lamentieren bietest, kosten sich dich viel Energie.

Statt dich als Müllabladeplatz behandeln zu lassen, zeige Verständnis für ihre Situation und frage lösungsorientiert: „Und wie möchtest du dieses Problem lösen?“ oder „Das klingt heftig, was wirst du als nächstes tun?“ 

Wenn sich die Person weigert, darauf konstruktiv zu antworten, ist es an der Zeit, sich selbst aus dem Gespräch zurückzuziehen oder, wie unter Punkt 1 genannt, Grenzen zu setzen. (Wir sprechen hier nicht von einem Coachinggespräch, sondern über Situationen im privaten Kontext) 

5. Gutes Selbstwertgefühl 

Negative Personen machen selten konstruktive Kommentare, sie haben selten gesunde Beziehungen und sie sind vor allem keine zuverlässige Quelle wenn man nach Selbstbestätigung sucht.

Erzählst du ihnen über ein Vorhaben, das du gerade planst, fällt ihnen mindestens 1 Grund ein, warum gerade du daran scheitern wirst.

Statt dich zu unterstützen, verunsichern sie dich mit ihren permanenten Bedenken. Sie inszenieren regelrecht ein Horrorszenario dessen, was alles schiefgehen könnte. Wohlgemerkt sprechen wir hier nicht von konstruktiver Kritik, die dich auf deinem Weg unterstützt und weiterbringt. 

Gegen diese ‚Miesmacher‘ hilft dir ein gesundes Selbstvertrauen (HT) – Selbstbewusstsein (BT) – Selbstsicherheit (ST) Vor allem aber der Kompetenz-Prozess ‚Erfüllende Selbstliebe‘ (IV) Er beginnt mit dem optimistischen, in die Zukunft gerichteten Denken (VII). Dieser Optimismus sollte nicht zu oberflächlich sein, sondern den Sinn des eigenen Lebens bedenken. 

Dann kommt im Handeln eine Haltung, die die Qualität von Ereignissen erkennt und sie entsprechend wertschätzt (I). 

Zum Beispiel, welche Menschen, die mir begegnen tun mir gut? Oder was ist das Gute des Schlechten eines unerwünschten Ereignisses? 

Hier noch einige Affirmationen zum Kompetenz-Prozess Selbstliebe‘: 

(VII). Ich werde vom Leben unterstützt (I). Ich fühle mich wohl in meinem Körper und bin erfüllt von Liebe (IV).' ‚Ich bin zuversichtlich (VII). Ich habe Glück (I). Mir geht es gut. (IV)' ‚Ich vertraue mir (VII) und dem Leben (I) und ich fühle mich wohl (IV).' Wie immer kann man die einzelne Schritte austauschen oder passender machen.

von GUNDULA FRIEDMANN-BROOKS

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